62. Bundesköniginnentag in Düren 26.-28. Mai 2017
62. Bundesköniginnentagin Düren26.-28. Mai 2017

Grußwort der Schirmherrin            

 

Liebe Schützinnen und Schützen, liebe Gäste,

 

zu allererst möchte ich mich für die große Ehre bedanken, Schirmherrin des 62. Bundesköniginnentags in Düren sein zu dürfen.

 

Ich – und meine ganze Familie – fühlen uns den Schützen sehr verbunden, da wir nach dem großen Brand von Schloss Merode im Jahr 2000 die  Hilfsbereitschaft der Schützen in besonderem Maße erfahren durften. Ich werde dies nie vergessen und bin auch heute noch sehr dankbar dafür. Die Schützengemeinschaft ist für mich eine große internationale Familie, welche ihre Wurzeln in den christlichen Werten hat. Europa zu bauen und zu pflegen, haben die Schützen durch ihr Festhalten an ihren Werten und ihrer Freundschaft kontinuierlich verinnerlicht – gerade in Zeiten wie heute sehen wir, wie schwierig diese Aufgabe Politikern und Ländern erscheint.

 

Ich freue mich, dass auch die Frauen bei den Schützen, für die Glaube, Sitte und Heimat wichtige Werte sind, so stark vertreten sind. Das erste Wort des Wahlspruchs der Schützen ist der Glaube, und ich bin der Meinung, dass der Glaube auch das Wichtigste ist. Durch den Glauben sind wir mit Gott verbunden, und diese Verbindung mit Gott bewegt uns dazu, unsere Nächsten zu lieben. Die Nähe zu Gott ermöglicht uns auch eine friedliebende Einstellung. Dies zeigt sich auch in den ersten Worten von Jesus an seine Apostel nach der Auferstehung „Friede sei mit Euch“. Frauen haben durch ihre Rolle in der Familie die Möglichkeit, eine Grundlage für Frieden zu schaffen, welcher gerade im Moment manchmal so weit entfernt scheint. Durch ihre Mutterschaft können die Frauen Einfluss nehmen und anhand der

Erziehung innerhalb der Familie entsprechende Grundlagen schaffen.

Durch ihre Liebe können sie zuhause in der Familie den Samen des Friedens säen und hegen und pflegen. Von dort wird er weitergetragen – in die Schule und später an die Arbeitsstelle, in die Gesellschaft und schlussendlich in die weite Welt.

Das ist nicht nur ein Frieden, der bedeutet, dass es keinen Streit oder Krieg geben soll, sondern ein Frieden, der auch eine pazifistische

Haltung von Liebe und Respekt untereinander bedeutet. Deshalb wünsche ich mir, dass die Frauen sich heutzutage dieser wichtigen Rolle weiter bewusst sind. Und das gilt ganz besonders für die Frauen, die sich bei den Schützen für Glaube, Sitte und Heimat einsetzen.

 

Den Festlichkeiten wünsche ich einen schönen Verlauf und viel Erfolg.

 

Clotilde Prinzessin von Merode